Essensrauschen: Warum wir ständig ans Essen denken und wie wir damit umgehen können

Essensrauschen: Warum wir ständig ans Essen denken und wie wir damit umgehen können

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Auch wenn kein körperlicher Hunger vorhanden ist, können Gedanken an Essen einen nicht loslassen. Endlose Überlegungen darüber, was man kochen soll oder ob man sich ein Dessert erlauben darf, werden als „Food Noise“ (Essensrauschen) bezeichnet. Dieser zwanghafte Zustand raubt Energie und verwandelt Essen von einem Genuss in eine ständige Quelle der Sorge. Wir von Joy-pup erklären, warum er entsteht und wie Sie wieder Ruhe in Ihren Kopf bringen.

Was ist Food Noise

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Die moderne Umgebung provoziert geradezu eine ständige Fokussierung auf Essen. Soziale Netzwerke, Artikel über Gewichtsabnahme, Diäten, Kalorienzählen und Trends rund um „gesunde Ernährung“ erzeugen das Gefühl, dass Essen permanent kontrolliert und analysiert werden muss. Zusätzlich spielen chronischer Stress, Schlafmangel und emotionale Anspannung eine Rolle. Unter solchen Bedingungen beginnt das Gehirn, Gedanken an Essen als Ablenkung oder Kompensation zu nutzen – selbst dann, wenn der Körper keine Energie benötigt.

Wie sich Food Noise von normalem Hunger unterscheidet

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Körperlicher Hunger wird im Körper wahrgenommen: Schwäche, Magenknurren, nachlassende Konzentration. Food Noise entsteht im Kopf. Er kann direkt nach dem Essen auftreten, sich bei Müdigkeit oder Angst verstärken und selbst nach einer sättigenden Mahlzeit nicht verschwinden. In der Folge isst man nicht, weil man hungrig ist, sondern um die quälenden Gedanken zum Schweigen zu bringen.

Strenge Einschränkungen verstärken den Food Noise. Wenn bestimmte Lebensmittel als „verboten“ gelten, denkt das Gehirn noch häufiger an sie. Das ständige Grübeln über Essen ist psychisch erschöpfend. Eine Frau kann Reizbarkeit, Schuldgefühle wegen einer „nicht perfekten“ Ernährung oder Angst vor jeder Mahlzeit empfinden. Mit der Zeit schmälert das den Genuss am Essen und führt zu einem angespannten Verhältnis zum eigenen Körper. Food Noise geht oft mit dem Gefühl von Kontrollverlust und dauerhafter Unzufriedenheit mit sich selbst einher.

Wie man Food Noise reduzieren kannс

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Der erste Schritt ist ausreichend Schlaf und ein bewusster Umgang mit Stress (Cortisol verstärkt das Verlangen nach Süßem). Der zweite Schritt ist eine Umstellung der Ernährung zugunsten von Protein und Ballaststoffen: Sie sorgen für eine langanhaltende Sättigung, die das Signalsystem des Gehirns beruhigt. Und der dritte, wichtigste Schritt ist die „Legalisierung“ von Lebensmitteln. Je strenger die Verbote, desto lauter das Rauschen. Probieren Sie achtsames Essen aus: Essen Sie langsam, ohne Handy oder Fernseher, und genießen Sie jeden Bissen. Wenn das Gehirn das Gefühl von Genuss registriert, muss es nicht nach „Nachschub schreien“. Fühlt sich der Körper stabil versorgt, lassen die zwanghaften Gedanken allmählich nach.

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