Mit zunehmendem Alter wird die Haut der Augenlider dünner, und die gewohnten grafischen Eyeliner-Linien spielen zunehmend gegen uns: Sie lassen die Augen kleiner wirken und fügen optisch Jahre hinzu. Um dem Blick wieder Offenheit zu verleihen, muss man nicht auf Make-up verzichten – es reicht, die Taktik zu ändern. Wir bei Joy-pup erklären die wichtigsten Regeln für die Verwendung von Eyeliner, die helfen, einen verjüngenden Look zu kreieren.

Sanft vorgehen
Um das Make-up nach dem 40. Lebensjahr aufzufrischen, tragen Sie den Eyeliner möglichst dezent auf und vermeiden Sie dicke Linien sowie ein vollständiges Umranden des Auges, da dies den Blick beschwert. Beschränken Sie sich besser auf einen feinen Strich am oberen Lid, insbesondere im äußeren Augenwinkel. Dieser Akzent lässt das Gesicht erholter wirken, während ein stark betontes Unterlid die Augen optisch nach unten ziehen und Schlupflider hervorheben kann.
Cremige Texturen wählen
Da die Haut rund um die Augen mit der Zeit dünner wird, sollten Sie trockene Kajalstifte und harte flüssige Liner durch cremige oder gelartige Texturen ersetzen. Sie gleiten sanft über die Haut, ohne sie zu dehnen, und ermöglichen einen zarten „Smoky“-Effekt, der Unebenheiten der Hautstruktur kaschiert. Für zusätzlichen Komfort enthalten solche Eyeliner oft feuchtigkeitsspendende Inhaltsstoffe wie Hyaluronsäure oder Vitamin E.

Einen Lifting-Effekt erzeugen
Die Form der Linie ist mindestens ebenso wichtig wie der Eyeliner selbst. Um einen visuellen Lifting-Effekt zu erzielen, ziehen Sie die Linie leicht oberhalb des Wimpernkranzes und verblenden Sie sie sanft nach innen. Vermeiden Sie dicke Linien im inneren Augenwinkel – sie können den Eindruck hängender Lider verstärken. Setzen Sie stattdessen einen Akzent auf das äußere Drittel des oberen Lids. Die wichtigste Regel beim Make-up für reife Augen lautet: die Linie nach oben führen. Ein kleiner, dezenter Wing im äußeren Augenwinkel sorgt für einen sanften Lifting-Effekt, ohne den Blick zu beschweren.
Die Farbpalette abmildern
Schwarz ist ein Klassiker, doch ab einem gewissen Alter ist es besser, darauf zu verzichten. Seine Härte kann unnötig Aufmerksamkeit auf Schlupflider oder Krähenfüße lenken. Gleiches gilt für sehr kräftige Farben und glänzende Metallic-Töne, die wie ein Scheinwerfer für Fältchen wirken. Bevorzugen Sie edle, neutrale Nuancen: rauchiges Braun, Schokolade, Dunkelblau oder Oliv. Für das Unterlid und die Wasserlinie eignen sich helle oder nude Töne besser – sie „öffnen“ den Blick optisch und lassen das Gesicht frischer wirken.

Verblenden
Klare, grafische Linien sollten durch weiches Verblenden ersetzt werden, das die Hautstruktur ausgleicht und moderner sowie natürlicher aussieht. Ein leichter Schleier erfordert keine perfekte Symmetrie und erleichtert das Auftragen des Make-ups. Er sorgt für einen verjüngenden Effekt, indem er den Blick weich, harmonisch und offen erscheinen lässt.
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