Sam Altman, Gründer von OpenAI und des ChatGPT-Projekts, kündigte die Gründung des neuen Technologie-Startups Merge Labs an. Das Unternehmen konzentriert sich auf die Entwicklung einer grundlegend neuen Gehirn-Computer-Schnittstelle.
Das Hauptmerkmal der Entwicklung von Merge Labs ist ihr nicht-invasiver Ansatz. Im Gegensatz zu Lösungen wie Neuralink kommt diese Technologie ohne chirurgische Eingriffe oder Implantationen in das Hirngewebe aus. Geplant ist, dass ein spezieller Chip auf molekularer Ebene mit Neuronen interagiert und Daten über Ultraschallsignale übertragen werden. Laut Altman liegen dem Team bereits wissenschaftliche Ergebnisse vor, die die Machbarkeit dieses Ansatzes bestätigen.
Das Projekt wurde von wichtigen Marktteilnehmern finanziell unterstützt. OpenAI war mit einer Investition von 250 Millionen US-Dollar bei einer Gesamtbewertung von 850 Millionen US-Dollar der bedeutendste Investor. Zu den weiteren Teilnehmern der Finanzierungsrunde gehörten Bain Capital und Valve-Mitbegründer Gabe Newell. Die Gründer von Merge Labs sind überzeugt, dass solche neuronalen Schnittstellen die Interaktion zwischen Mensch und künstlicher Intelligenz grundlegend verändern könnten.

Trotz der hohen Investition könnte es noch lange dauern, bis ein marktfähiges Produkt verfügbar ist – Experten gehen von Jahren oder sogar Jahrzehnten aus. Aktuell konzentriert sich das Unternehmen auf Grundlagenforschung und testet die Technologie bereits an Patienten mit traumatischen Hirnverletzungen. Das Interesse der Investoren unterstreicht die wachsenden Erwartungen an den Markt für Neurotechnologie.
Sam Altman erklärte zuvor, er sei noch nicht bereit, sich selbst Implantate einsetzen zu lassen, sei aber von der Idee einer Schnittstelle begeistert, bei der ein einziger Gedanke ausreicht, um eine Reaktion von ChatGPT hervorzurufen. Er äußerte zudem wiederholt den Wunsch, eine KI zu entwickeln, die die gesamte Lebenserfahrung eines Menschen speichern und analysieren kann.
Unterdessen entwickeln auch konkurrierende Unternehmen aktiv neuronale Schnittstellen. Im Oktober 2025 startete Elon Musks Neuralink klinische Studien mit einem Implantat, das Gedanken in Text umwandelt. Die Technologie zielt primär darauf ab, Menschen mit schweren Sprachbehinderungen zu helfen.
Bis 2030 plant Neuralink, die Nutzung seiner Chips auf gesunde Nutzer auszuweiten. Dies soll die gedankenbasierte Steuerung digitaler Geräte und sogar die telepathische Kommunikation mit Chatbots ermöglichen – schneller als normale Sprache.
Wir berichteten bereits, dass ChatGPT gelernt hat, seine Persönlichkeit zu verändern.
Fortsetzung folgt…
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