Astronomen haben die Entdeckung eines neuen Exoplaneten bekannt gegeben, der bei Beobachtungen mit dem Transiting Exoplanet Survey Satellite (TESS) entdeckt wurde. Spezialisten der Nationalen Autonomen Universität von Mexiko (UNAM) detektierten ein Transitsignal in der Lichtkurve des Sterns TOI-1080, einem ruhigen roten Zwerg des Spektraltyps M4V.
Zusätzliche Beobachtungen mit bodengebundenen Observatorien bestätigten, dass das detektierte Signal durch den Transit des Planeten vor der Sternscheibe verursacht wird. Das entdeckte Objekt ist etwas größer als die Erde und umkreist seinen Stern in weniger als vier Tagen.
Die TESS-Mission untersucht derzeit rund 200.000 helle Sterne in relativer Sonnennähe auf der Suche nach Exoplaneten, die vor ihrem Stern vorbeiziehen. Die gewonnenen Daten bestätigen laut den Forschern, dass es sich bei dem Objekt um einen Planeten handelt – einen mäßig warmen Gesteinsplaneten, der einen Stern vom Spektraltyp M4V umkreist.

Den Ergebnissen der Studie zufolge ist TOI-1080 b höchstwahrscheinlich eine Supererde mit einer Gesteinsoberfläche. Sein Radius beträgt etwa das 1,2-fache des Erdradius, und die Wissenschaftler schätzen seine Masse auf maximal 10,7 Erdmassen, möglicherweise sogar auf etwa 1,75 Erdmassen.
Die Wissenschaftler weisen darauf hin, dass der Planet seinen Stern in etwa 3,97 Tagen umkreist und ihm dabei extrem nahe kommt – in einer Entfernung von etwa 0,027 Astronomischen Einheiten. Ausgehend von diesen Parametern wird seine Gleichgewichtstemperatur auf etwa 368 K geschätzt. Damit ist er zwar recht warm, aber noch im moderaten Bereich für Gesteinsplaneten.
Die Beobachtungen deuten zudem darauf hin, dass TOI-1080 b eine moderate Supererde sein könnte, wahrscheinlich mit einer felsigen Zusammensetzung. Da sie sich in der habitablen Zone ihres Sterns befindet, vermuten Forscher das Vorhandensein einer Atmosphäre, die möglicherweise von Kohlendioxid dominiert wird oder sogar eine dichte, sauerstoffhaltige Schicht aufweist. Um diese Annahmen zu bestätigen, sind jedoch weitere Atmosphärenuntersuchungen erforderlich.
Zur Erinnerung: Wissenschaftler haben eine einzigartige „Supererde“ entdeckt, die möglicherweise Wasser beherbergt.
Fortsetzung folgt…
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