Im Jahr 2026 rückte die symbolische Weltuntergangsuhr noch näher an die gedachte „Mitternacht“ heran, die für die globale Katastrophe steht. Sie zeigt nun 85 Sekunden an – der alarmierendste Wert in der Geschichte des Projekts und ein Indiz für eine beispiellose Bedrohung der Menschheit.
Die Aktualisierung erfolgte am 27. Januar in den Vereinigten Staaten. Laut amerikanischen Medienberichten entschieden Wissenschaftler, die Zeiger um weitere vier Sekunden vorzustellen und damit eine Rekordnähe zum imaginären Moment der Selbstzerstörung der Zivilisation zu erreichen. Zum Vergleich: Im Jahr 2025 stand die Weltuntergangsuhr bei 89 Sekunden vor Mitternacht, in den Jahren 2023 und 2024 bei 90 Sekunden.
Die Weltuntergangsuhr soll verdeutlichen, wie nahe die Menschheit angesichts globaler Bedrohungen der Selbstzerstörung gekommen ist. Wissenschaftler nennen Atomwaffen, den beschleunigten Klimawandel und rasante technologische Fortschritte, deren Folgen noch nicht vollständig absehbar sind, als Schlüsselfaktoren. Experten gehen jedoch davon aus, dass die Fortschritte bei der Reduzierung dieser Risiken äußerst begrenzt sind. Alexandra Bell, Leiterin des Bulletin of the Atomic Scientists, merkte an, dass der kombinierte Druck durch nukleare Risiken, die Klimakrise und technologische Herausforderungen immer stärker wird. Sie betonte, dass jede Sekunde zählt und die Zeit für wirksame Entscheidungen immer knapper wird.

Das Projekt der Weltuntergangsuhr wurde 1947 von amerikanischen Wissenschaftlern ins Leben gerufen, die an der Entwicklung der ersten Atombombe beteiligt waren. Zu den Befürwortern der Idee gehörten so bedeutende Persönlichkeiten wie Albert Einstein und Robert Oppenheimer. Die Initiative wurde von der wissenschaftlichen Zeitschrift Bulletin of the Atomic Scientists unterstützt, die diesen symbolischen Indikator bis heute betreut. Die Position der Zeiger wird jährlich angepasst und hängt von der globalen Gesamtlage ab. Je höher die internationalen Spannungen und globalen Bedrohungen, desto näher rückt die Uhr Mitternacht – dem hypothetischen Weltuntergang.
Anfangs berücksichtigten die Berechnungen vor allem die Risiken eines Atomkriegs; später kamen Klimafaktoren hinzu, und in den letzten Jahren wurde der Einfluss neuer Technologien, darunter künstliche Intelligenz, einbezogen. Die Projektautoren betonen: Die Uhr erhebt nicht den Anspruch, eine präzise Zukunftsprognose zu liefern; ihr Hauptzweck ist es, Gesellschaft und Politik auf die Notwendigkeit dringender und fundierter Entscheidungen aufmerksam zu machen.
Wir schrieben bereits, dass künstliche Intelligenz die Menschheit innerhalb von zehn Jahren auslöschen könnte.
Fortsetzung folgt…
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