Wissenschaftler entdecken Dinosaurier mit igelartigen Stacheln

Wissenschaftler entdecken Dinosaurier mit igelartigen Stacheln

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In China haben Paläontologen die außergewöhnlich gut erhaltenen Überreste eines jungen Dinosauriers mit Hautfragmenten entdeckt. Die Entdeckung ergab, dass einer der Iguanodonten aus der Kreidezeit eine ungewöhnliche Haut besaß: Sein Körper war mit dichten Stacheln bedeckt, die eher an Igel- oder Stachelschweinstacheln als an die für Dinosaurier typischen Schuppen erinnern. Laut Wissenschaftlern dienten diese Strukturen höchstwahrscheinlich einer Schutzfunktion. Dies berichtete IFLScience.

Das Fossil wurde in der Yixian-Formation nahe Lamagou in der Provinz Liaoning gefunden. Auf den ersten Blick war das Skelett nicht von anderen Iguanodonten zu unterscheiden – die Struktur seiner Knochen und Zähne war recht typisch. Die einzigartigen Bestattungsbedingungen ermöglichten die Erhaltung nicht nur von Hartgewebe, sondern auch von Hautfragmenten – eine Seltenheit, insbesondere für die frühe Kreidezeit.

Die neue Art erhielt den Namen Haolong dongi, was so viel wie „dorniger Drache“ bedeutet. Das Exemplar war etwa 2,45 Meter lang. Offene Wirbelnähte deuten darauf hin, dass der Dinosaurier noch jung war. Ausgewachsene Tiere dieser Art erreichten vermutlich eine Länge von 3 bis 5,5 Metern.

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Die Hautanalyse ergab das Vorhandensein zweier Schuppentypen: Am Körper waren sie regelmäßig und ununterbrochen, am Schwanz hingegen teilweise überlappend. Das bemerkenswerteste Merkmal waren jedoch die zahlreichen Stacheln. Sie waren hohl und zylindrisch geformt und wiesen deutliche Größenunterschiede auf: Die meisten waren 2 bis 3 Millimeter lang, der größte erhaltene Stachel maß etwa 44 Millimeter. Die Forscher betonen, dass sich diese Strukturen unabhängig von den Protofedern oder Stacheln moderner Reptilien entwickelten. Laut den Studienautoren diente diese Bedeckung in erster Linie dem Schutz vor Fressfeinden. Während der Kreidezeit waren die potenziellen Feinde dieser Art relativ klein, und die Stacheln könnten Angriffe erschwert und die Beute dadurch weniger attraktiv gemacht haben. Wissenschaftler vermuten jedoch auch andere Funktionen der Stacheln, wie etwa die Thermoregulation oder ein Balzverhalten, um Partner anzulocken oder Rivalen abzuwehren.

Zur Erinnerung: Wissenschaftler haben bewiesen, dass Schimpansen wie Menschen denken können.

Fortsetzung folgt…

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