Wissenschaftler haben eine einzigartige „Supererde“ entdeckt, die möglicherweise Wasser beherbergt

Wissenschaftler haben eine einzigartige „Supererde“ entdeckt, die möglicherweise Wasser beherbergt

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Astronomen haben die Existenz mehrerer Planeten im System des Roten Zwergsterns GJ 887 bestätigt, der sich relativ nah am Sonnensystem befindet. Einer der kürzlich bestätigten Exoplaneten hat besondere Aufmerksamkeit erregt: Er befindet sich in der sogenannten habitablen Zone, wo theoretisch Bedingungen für die Entstehung von Leben gegeben sein könnten. Daher gilt dieses Objekt als vielversprechender Kandidat für die Suche nach außerirdischen Biosignaturen.

Der Stern GJ 887 ist ein heller Roter Zwergstern, der sich etwa 10,7 Lichtjahre von der Sonne entfernt befindet. Kosmisch gesehen ist diese Entfernung relativ gering, wodurch sich das System gut für detaillierte Beobachtungen und zukünftige Forschung eignet.

Noch vor wenigen Jahren, im Jahr 2020, vermuteten Astronomen die Existenz zweier Planeten in diesem System. Sie umkreisen den Stern in relativ kurzer Zeit – etwa 9 bzw. 21 Tagen. Gleichzeitig entdeckten Wissenschaftler ein zusätzliches Signal, das auf einen dritten Himmelskörper mit einer Umlaufzeit von etwa 50 Tagen hindeuten könnte. Damals reichten die Daten jedoch nicht aus: Das Signal könnte nicht nur vom Planeten, sondern auch von der magnetischen Aktivität des Sterns selbst verursacht worden sein.

Rote Zwerge gelten seit Langem als eines der wichtigsten Ziele bei der Suche nach potenziell bewohnbaren Welten. Solche Sterne sind kleiner und kühler als die Sonne, wodurch sich ihre habitable Zone näher am Stern befindet und die Entdeckung kleiner erdähnlicher Planeten erleichtert wird. Um die Situation endgültig zu klären, führte ein internationales Forscherteam eine detailliertere Analyse durch. Die Wissenschaftler kombinierten neue Messungen der Radialgeschwindigkeit des Sterns mit Archivdaten hochpräziser Spektrographen und ergänzten diese durch photometrische Beobachtungen des Transiting Exoplanet Survey Satellite (TESS).

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Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass mindestens vier Planeten GJ 887 umkreisen. Ihre Umlaufzeiten betragen etwa 4,4, 9,2, 21,8 und 50,8 Tage. Von besonderem Interesse ist der Planet mit einer Umlaufzeit von 50,8 Tagen, GJ 887 d. Er befindet sich in der habitablen Zone seines Sterns und gilt als einer der erdnächsten Planeten dieser Art, nach Proxima Centauri b.

Berechnungen der Astronomen zufolge gehört dieser Planet zur Klasse der sogenannten Supererden. Seine Mindestmasse übersteigt das Sechsfache der Erdmasse. Die genaue Zusammensetzung des Himmelskörpers ist jedoch derzeit unbekannt. Ohne präzise Daten zum Radius des Planeten lässt sich seine Dichte nicht berechnen und somit nicht feststellen, ob es sich um einen Gesteinsplaneten, einen wasserreichen Planeten oder einen lockeren subneptunischen Planeten handelt.

Darüber hinaus haben Wissenschaftler ein weiteres potenzielles Signal mit einer Periode von etwa 2,2 Tagen entdeckt. Sollten weitere Beobachtungen dessen Natur bestätigen, könnte das System einen weiteren Planeten enthalten, möglicherweise sogar mit einer geringeren Masse als die Erde.

Die Nähe von GJ 887 und die Eigenschaften seines Planetensystems machen es zu einem der interessantesten Ziele für zukünftige astronomische Forschung. Planet GJ 887 d gilt als besonders vielversprechend: Zukünftige Weltraummissionen werden seine Atmosphäre untersuchen und nach möglichen Lebenszeichen suchen können.

Laut Forschern wird das GJ-887-System noch lange im Fokus der wissenschaftlichen Aufmerksamkeit stehen. Die Anwesenheit mehrerer Planeten um einen relativ nahen und hellen Stern macht es zu einem idealen Labor für die Erforschung der Entstehung und Entwicklung von Planetensystemen sowie für die Suche nach potenziell bewohnbaren Welten.

Zur Erinnerung: Wissenschaftler haben das wahre Alter der Erde bestimmt.

Fortgesetzt werden…

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