Biomaterialien statt Tinte: Wie Biodrucker drucken

Biomaterialien statt Tinte: Wie Biodrucker drucken

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Biodrucker verwenden menschliche Zellen anstelle von Tinte. Ja, Wissenschaftler haben lange versucht, lebensfähige Organe und Teile des menschlichen Körpers mit einem 3D-Drucker herzustellen. Anders als herkömmliche 3D-Maschinen, die mit Kunststoff arbeiten, nehmen Bioprinter die Zellen des menschlichen Körpers als Grundlage, um Gewebe und Organe zu „drucken“.

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Um beispielsweise ein Ohr auf einem 3D-Drucker zu erstellen, benötigen Sie ein Polymer-Hydrogel, das mit Hautzellen und Chondrozyten (Knorpelgewebezellen) beschichtet ist. So entsteht eine weiche und poröse Matrix, die exakt der menschlichen Ohrmuschel nachempfunden ist. Im Laufe der Zeit wird das Hydrogel unter dem Einfluss spezieller Bakterien zerstört, und im Gewebe des Ohrs verbleiben nur menschliche Zellen. Mit dieser Methode können Sie das Ohr in nur sechs Monaten „wachsen“ lassen. 

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Die Stammzellen des Patienten sowie andere Biomaterialien werden als Tinte für einen Bioprinter verwendet. Beispielsweise Kollagenprotein vom Schwein. Der 3D-Biodruck wird Millionen von Menschen helfen, lebenswichtige Organe ohne Spender zu erhalten.

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Die Entstehung solch „komplexer“ Organe wie der Niere oder des Herzens ist nur eine Frage der Zeit. Als vielversprechendste Richtung gilt bislang der 3D-Druck von Leder. Bereits nach 5 Jahren versprechen Wissenschaftler, dass die Haut direkt auf einer Person entsteht, indem Gewebe direkt auf den geschädigten Bereich geschichtet werden.

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